Geschichte der St. Hubertus-Bogenschützen-Bruderschaft zu Orsbach

 

Seit Jahrhunderten gibt es in deutschen Landen bekanntlich Schützenvereinigungen in mannigfaltiger Form, als Gewehr-, Bogen- oder auch Armbrustschützen. Sie setzen sich in ihren Anfangszeiten aus Winnern (=Freien) und Halbwinnern (=Pächtern) der umliegenden Gehöfte zusammen und hatten damals die durchaus reale Aufgabe, für den Schutz der Pfarrei und ihrer Höfe vor Banden, Raubwild usw. zu sorgen und bei Bränden und anderen Katastrophen einzugreifen.

 

Viele heute bestehende Schützenbruderschaften können ihren Ursprung bis in jene mittelalterliche Zeiten zurückführen. Zu diesen zählt bekanntlich auch die Laurensberger Schützenbruderschaft. Damals – und noch bis 1803 sowie nochmals von 1809-1840 – gehörte das Rektorat Orsbach zur Pfarrei Laurensberg und daher waren die Besitzer und Pächter der Orsbacher Höfe Pflichtmitglieder dieser Schutzgemeinschaft.

 

Die Gründung unserer Bruderschaft datiert vom 14. Juni 1886. Nachdem der Ursprungsverein bereits seit langem zu den Gewehrschützen zählte, ließen alter Tradition verbundene Einwohner unseres Ortes das Armbrustschießen wieder aufleben, um damit diese alte Schießkunst zu erhalten. Damals war Bogen- und Armbrustschießen auch längst kein Mittel der Selbstverteidigung mehr, sondern es sollte dem sportlichen Wettstreit und der Förderung des Gemeinschaftslebens dienen.

 

Die Gründungsmitglieder vor 125 Jahren waren:

Wilhelm Mainz                    Heinrich Mainz

Bernhard Hupermann          Franz Souren

Johann Knops                     Gerhard Huppertz

Paul Bosten                        Johann Frings

Wilhelm Feron

 

Sie gaben der Bruderschaft damals den Namen:

„St. Hubertus-Bogen-Schützen-Gesellschaft zu Orsbach“

der dann später in die noch heute gültige Bezeichnung:

„St. Hubertus-Bogenschützen-Bruderschaft Orsbach 1886“

umbenannt wurde.

 

Bereits im Jahre 1887 wurde eine Fahne angeschafft. Sie wurde von der Bonner Fahnenfabrik Hof geliefert und kostete die damals stolze Summe von 330 Goldmark. Vielleicht sollte der Fahnenspruch auch hierauf einen kleinen Hinweis geben, denn er lautete:

 

„Vereinter Kraft es oft gelingt, was einer nicht zustande bringt“.

 

Getreu dem Wahlspruch “Glaube, Sitte, Heimat“ wollen wir altes Volks- und Brauchtum erhalten, jedoch nicht in verstaubten Idealen verharren, sondern uns in unserer Umwelt verstehen und verstanden wissen. Dann wird der Fahnenspruch unserer alten Fahne immer aktuell sein, immer etwas aussagen.

 

 

Kirchliches Engagement

Die Bruderschaft ist seit ihrer Gründung eine Gemeinschaft der katholischen Kirche. Wir engagieren uns im kirchlichen Leben hier in Orsbach (wie z. B. Fronleichnam, St. Martin oder das Pfarrfest).

 

 

Geselligkeit / Sportliche Aktivitäten

Auch die Geselligkeit kommt bei uns nicht zu kurz. Neben unserem großen Schützenfest im Juni findet ein Bürgerschiessen statt. Es wird für Frauen und Männer eine Gönnerkönigin bzw. ein Gönnerkönig ausgeschossen. Unsere Bruderschaft führt vielerlei sportliche Aktivitäten, wie Meisterschaftsschiessen und Pokalschiessen, durch.

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